Urlaub & Freizeit

Erster Urlaub mit Baby – reisefertig in fünf Schritten

Vom richtigen Reiseziel bis zur passenden Police: Was junge Familien vor der ersten gemeinsamen Reise klären sollten – und welche fünf Schritte den Unterschied zwischen Erholung und Stress ausmachen

Der Kinderwagen wartet im Flur, die Kuscheldecke liegt schon im Koffer, der Strampler mit den Erdbeeren obenauf. Wenn frischgebackene Eltern zum ersten Mal mit ihrem Baby verreisen, beginnt das Abenteuer lange vor der Abfahrt. Hotelbett oder Ferienwohnung? Auto, Bahn oder doch der erste Flug? Und was passiert eigentlich, wenn der kleine Reisebegleiter ausgerechnet im Urlaub Fieber bekommt? Zwischen Vorfreude und Unsicherheit sortieren viele Familien gerade alles neu – vom Schlafrhythmus bis zur Reiseapotheke. Damit der erste gemeinsame Urlaub gelingt und nicht zur Nervenprobe wird, lohnt sich eine strukturierte Vorbereitung in fünf überschaubaren Schritten. Worauf es dabei wirklich ankommt, weiß die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland.

1. Reiseziel mit Augenmaß wählen

Strand statt Hochgebirge, kurze Strecke statt Langstreckenflug: Fachleute empfehlen für die erste Reise mit Baby ein gemäßigtes Klima, eine gute medizinische Infrastruktur vor Ort und überschaubare Reisezeiten. Feste Altersgrenzen gibt es laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte zwar nicht, für Flugreisen empfiehlt er aber ein Mindestalter von vier bis sechs Wochen, weil die Lunge mancher Säuglinge bis dahin noch nicht vollständig entwickelt ist; lange Autofahrten sollten in den ersten Lebensmonaten möglichst auf kurze Etappen aufgeteilt werden. Wen es trotzdem in die Ferne zieht, plant ausreichend Pausen ein und bucht möglichst eine kinderfreundliche Unterkunft mit Babybett, Hochstuhl und Wickelmöglichkeit. Beliebte Klassiker wie Nord- und Ostsee, Süddeutschland, Mallorca oder die italienische Adriaküste haben sich für den Familienauftakt bewährt.

2. Frühzeitig zum Kinderarzt und Reiseapotheke packen

Vor dem Reiseantritt gehört ein Termin in der kinderärztlichen Praxis fest in den Kalender. Dort lässt sich klären, ob der Impfschutz vollständig ist, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören und ob das geplante Ziel überhaupt zumutbar ist. Wichtig im Gepäck unter anderem: Fieberzäpfchen, Nasentropfen, Mittel gegen Durchfall und Insektenstiche, Wundsalbe, ein nicht brennendes Desinfektionsmittel, ein digitales Fieberthermometer sowie eine ausreichende Menge gewohnter Säuglingsnahrung. Das Centrum für Reisemedizin bietet eine ausführliche Checkliste zur kindgerechten Reiseapotheke. Sonnenschutzmittel ist im ersten Lebensjahr nur im Ausnahmefall – und nur für kleine, unbedeckte Hautstellen – sinnvoll. Wirksamer Schutz sind Schatten, lange Kleidung und Sonnenhut. Auch der Hinweis auf das nächstgelegene Krankenhaus am Urlaubsort gehört in jede Reiseunterlage.

3. Den Versicherungsschutz für das Baby prüfen

Hier zeigt sich oft eine gefährliche Lücke: Viele Eltern gehen davon aus, dass ihr Säugling automatisch im bestehenden Auslandsreise-Krankenversicherungsvertrag mitversichert ist. Das stimmt häufig nicht. Das Kind muss in der Regel namentlich aufgeführt sein. Wichtig ist das vor allem in Ländern wie der Türkei, den USA oder Spanien, in denen Klinikkosten für Säuglinge schnell vierstellige Beträge erreichen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil davon. Ein medizinisch notwendiger Rücktransport per Ambulanzflug ist meist ausschließlich über die private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt. Bei der Debeka zum Beispiel erhalten Erwachsene umfassenden Versicherungsschutz im Ausland bereits für 12 Euro im Jahr. Für mitversicherte Kinder werden nur 6 Euro fällig. Die Versicherung kann dafür ganz einfach online abgeschlossen werden.

4. Reiserücktritt und Reiseabbruch absichern

Babys werden krank – das ist nicht Pech, sondern Statistik. Mittelohrentzündung, Magen-Darm-Infekte oder plötzliches Fieber kurz vor Reisebeginn zählen zu den häufigsten Stornogründen junger Familien. Ohne Reiserücktrittsversicherung bleiben Eltern auf bis zu 100 Prozent des Reisepreises sitzen. Empfehlenswert sind Familientarife, in denen Kinder automatisch oder bis zu einem festgelegten Alter mitversichert sind und die auch den Reiseabbruch abdecken. Bei der Debeka sind Kinder zum Beispiel bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres beitragsfrei mitversichert – auch im Single-Tarif. Wichtig beim Vergleich: Greift der Schutz bei einer unerwarteten schweren Erkrankung des Kindes?

5. An Haftpflicht, Unfall und Mietwagen denken

Kleine Hände entdecken große Welten – und damit auch zerbrechliche Hotelvasen, fremde Laptops in der Ferienwohnung oder den frisch gewachsten Boden im Apartment. Eine private Haftpflichtversicherung gehört deshalb ins Reisegepäck. Wer prüft, sollte auf weltweiten Geltungsbereich, eine ausreichende Vertragsdauer im Ausland (üblich sind ein bis fünf Jahre) und die Mitversicherung deliktunfähiger Kinder achten. Wichtig auch: Eine private Unfallversicherung greift rund um die Uhr – also auch bei einem Unfall am Hotelpool oder einem Sturz vom Wickeltisch. Wer am Urlaubsort einen Mietwagen nutzt, sollte einen geprüften Kindersitz dazubuchen und die Deckungssumme der Kfz-Haftpflicht kontrollieren. In vielen Ländern liegt sie deutlich unter dem deutschen Niveau – hier schließt eine sogenannte Mallorca-Police die Lücke.

Praxistipp: Versicherungsschutz vor der Buchung checken

Wer den ersten Urlaub mit Baby plant, sollte den Versicherungsordner möglichst vor der Reisebuchung auf den Tisch legen, nicht erst beim Kofferpacken. So bleibt vom ersten Familienurlaub am Ende vor allem eines in Erinnerung: das Bild vom Baby, das zum ersten Mal seine Füße ins Meer hält.

Quelle: Debeka Krankenversicherungsverein a. G., Debeka Allgemeine Versicherung AG

Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder versicherungsrechtliche Beratung. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind die jeweils gültigen Vertragsbedingungen des Anbieters.