Liebe & Partnerschaft Weihnachten

Weihnachtsgeschenke in Beziehungen: Jede:r Vierte hat schon Freude vorgetäuscht

Auch wenn es zu Weihnachten eigentlich um Besinnlichkeit gehen sollte, spielen Weihnachtsgeschenke in Beziehungen nach wie vor eine große Rolle. Denn jede dritte Frau und jeden fünften Mann stört es, wenn der:die Partner:in ein Geschenk macht, das nicht den Erwartungen entspricht. Umfragen unter Partnersuchenden, die ElitePartner durchgeführt hat, zeigen, welche Geschenke gar nicht gut ankommen und welche Pannen beim Geschenkekauf besonders häufig sind.

Frauen reagieren empfindlicher auf schlechte Geschenke als Männer

„Der gute Wille zählt“ – das sehen zwar die meisten, aber längst nicht alle so. 29 Prozent der Befragten empfinden ein unpassendes Geschenk an Weihnachten als störend, entsprechend hängt nicht selten nach einem schlechten Geschenk der Haussegen schief. Frauen sind dabei wesentlich empfindlicher: Jede dritte Frau stört ein unpassendes Geschenk (33 Prozent), während nur jeder fünfte Mann damit ein Problem hat (20 Prozent). Bei Frauen haben unpassende Geschenke zudem einen stärken Einfluss auf das Liebesleben. Nur etwa 5 Prozent der Männer sehen schlechte Geschenke als hinderlich für das Sexleben an Weihnachten. Dagegen vergeht jeder achten Frau nach einer Enttäuschung unterm Weihnachtsbaum die Lust auf Sex (13 Prozent).

„Geschenke in Beziehungen haben eine weit größere Bedeutung als ihr materieller Wert“, gibt Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner zu bedenken. „Sie werden oft als Aussage zur emotionalen Verbundenheit interpretiert. Deshalb zählt für viele nicht nur der gute Wille, sondern die Mühe, die in die Auswahl oder Gestaltung fließt.“

Faux-Pas an Weihnachten: Männer greifen häufiger daneben

Wie oft schlechte Geschenke tatsächlich vorkommen zeigt eine weitere ElitePartner-Umfrage: Jeder sechste befragte Mann meint rückblickend, selbst schon einmal etwas völlig Falsches oder Unpassendes zu Weihnachten verschenkt zu haben (16 Prozent). Dagegen sind sich nur etwa 6 Prozent der Frauen dessen bewusst. Doch es geht nicht nur um das Geschenk selbst – auch das Preisschild kann zum Stressfaktor werden. So stört es jeden achten Mann (12 Prozent) und jede zehnte Frau (10 Prozent), wenn ihr:e Partner:in mehr Geld für Geschenke ausgibt als abgesprochen. Tatsächlich haben 14 Prozent der befragten Männer schon einmal ein zu teures oder zu günstiges Geschenk gekauft, aber nur knapp 10 Prozent der Frauen.

Freude vortäuschen: Für jede dritte Frau ein Weg, die Harmonie zu bewahren

Besonders brisant: 29 Prozent der Befragten haben an Weihnachten sogar schon Freude über ein Geschenk ihres:r Liebsten vorgetäuscht. Vor allem Frauen (32 Prozent) scheint es schwerzufallen, offen damit umzugehen, wenn ein Geschenk nicht ihren Vorstellungen entspricht (Männer: 22 Prozent).

Psychologin Lisa Fischbach kann das nachvollziehen: „Enttäuschte Erwartungen zu zeigen, scheint vielen riskant. Sie befürchten, dass ihre Reaktion das harmonische Weihnachtsfest gefährden könnte. Doch Freude vorzuspielen, verhindert, sich als Paar besser kennenzulernen. Hilfreicher ist es, sich für das Geschenk und die Absicht zu bedanken – aber auch zum Ausdruck zu bringen, dass es den Geschmack nicht ganz getroffen hat. Gelingt das nicht unter dem Weihnachtsbaum, kann man es auch in Ruhe am nächsten Tag ansprechen.“

Die Top 5 der schlechtesten Geschenke

Vorlieben sind zwar individuell, doch gibt es einige No-Gos, die fast jede:n von den Kopf stoßen würden. Die Top 5 der schlimmsten Weihnachtsgeschenke zeigen, was Schenkende in jedem Fall vermeiden sollten:

  1. Eine Waage (Frauen 95 % / Männer 92 %)
  2. Haushaltsgeräte (Frauen 86 % / Männer 81 %)
  3. Ein Haustier (Frauen 76 % / Männer 86 %)
  4. Ein gemeinsamer Urlaub mit den Schwiegereltern (Frauen 77 % / Männer 75 %)
  5. Deko-Artikel (Frauen 74 % / Männer 78 %)

Übrigens: Auch selbstgebastelte Geschenke kommen nicht so gut an, wie oft vermutet. Darüber freut sich nur jede:r Siebte (14 Prozent).

Gute Geschenke können das Weihnachtsfest positiv beflügeln

Trotz allem gibt es auch eine gute Nachricht: Durchdachte Geschenke haben einen stärkeren Einfluss auf die Stimmung beim Weihnachtsfest als schlechte – vor allem für Frauen. Sie reagieren stark positiv auf ein gutes Geschenk. 40 Prozent der Frauen geben an, dass ein sorgfältig ausgewähltes Geschenk sie zu Weihnachten besonders erfreut (Männer: 22 Prozent). Das sind deutlich mehr als die 33 Prozent, die über unpassende Geschenke verärgert wären (Männer: 20 Prozent).

Quelle: ElitePartner – https://www.elitepartner.de/magazin/fuehren/weihnachtsgeschenke-in-beziehungen/

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