Wohnen & Leben

Warum mir beim Staubsaugen die besten Ideen kommen

Staubsaugen gehört nicht unbedingt zu den Dingen, auf die man sich freut. Es ist notwendig. Es ist Routine. Und meistens macht man es einfach nebenbei. Und doch passiert dabei etwas, das man leicht übersieht.

Der Kopf wird frei.

Vielleicht liegt es daran, dass man sich bewegt. Dass man etwas tut, das keine große Aufmerksamkeit verlangt. Man geht durch die Räume. Hin und her. Immer wieder dieselben Wege.

Und plötzlich kommen Gedanken.

Ideen, die vorher nicht da waren. Lösungen für Dinge, über die man schon länger nachgedacht hat. Oder einfach ein klarer Moment im Kopf. Fast so, als würde man aufräumen. Nicht nur im Raum. Sondern auch im eigenen Denken.

Es ist keine Meditation im klassischen Sinne. Keine Stille. Kein bewusstes Innehalten.

Und trotzdem hat es etwas davon.

Man ist bei sich. Ohne Druck. Ohne Ziel.

Vielleicht sind es genau diese Momente, in denen der Kopf arbeiten darf, ohne gesteuert zu werden.

Viele gute Gedanken entstehen nicht am Schreibtisch. Nicht im Meeting. Und auch nicht dann, wenn man aktiv nach ihnen sucht. Sondern genau dann, wenn man loslässt. Beim Spazierengehen. Beim Duschen. Oder eben beim Staubsaugen.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, solche alltäglichen Dinge nicht nur als Pflicht zu sehen.

Sondern als kleine Pause. Als Moment, in dem etwas entstehen darf. Auch wenn es nur ein sauberer Boden ist. Oder eine gute Idee.

Ein Originalbeitrag auf maennerformat.
Von Jürgen.

Gedanken über Männerthemen, Beziehungen und das Leben dazwischen.
Ohne Show. Ohne Rollenbilder.
Dafür mit Haltung.