Liebe & Partnerschaft

In der Liebe vereint? So denken Ost und West über Dating und Beziehungen

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober hat die Online-Partnervermittlung Parship (http://www.parship.de) Fakten zu Beziehung und Dating gesammelt: Auch wenn sich Ost und West in der Liebe häufig einig sind, gibt es dennoch regionale Unterschiede und noch immer existierende Klischees.

1. Freundeskreis ein Kennenlern-Hotspot für die Liebe

Online nach der großen Liebe zu suchen ist mittlerweile deutschlandweit akzeptiert. Im Osten und im Westen haben bereits gut ein Drittel eine_n (Ex-) Partner_in online kennengelernt (West: 36 Prozent, Ost: 34 Prozent). Doch der Freundeskreis ist bundesweit unangefochten der beste Ort, eine neue Liebe zu treffen. Mehr als jeder zweite Bundesbürger (West: 61 Prozent, Ost: 60 Prozent) gibt an, hier bereits eine_n (Ex-) Partner_in kennengelernt zu haben. Insbesondere im Osten scheint man auch am Arbeitsplatz das Beziehungsglück zu finden. 35 Prozent (West: 28 Prozent) haben sich schon einmal zwischen Schreibtisch und Co. verliebt.

2. Job und Status gehen im Westen vor

Während Humor (West: 89 Prozent, Ost: 88 Prozent) und Aussehen des_r (potenziellen) Partners_in (West: 63 Prozent, Ost: 67 Prozent) bei der Partnersuche in Ost und West gleich wichtig sind, ist den Westdeutschen insbesondere Geld und Status des_r künftigen Partner_in wichtig (27 Prozent, Ost: 21 Prozent). Doch haben sie einmal die große Liebe gefunden, zeigen sich insbesondere Wessis flexibel: 61 Prozent würden für den_die Liebste_n in eine neue Stadt ziehen (Ost: 49 Prozent). Heißt es jedoch Beruf oder Liebe, würde sich knapp ein Fünftel der Westdeutschen (18 Prozent) aber nur 14 Prozent der Ostdeutschen für die Karriere entscheiden.

3. Öffentliche Liebesbekundungen kommen nirgends gut an

Neue Liebe hin oder her: Von öffentlichen Knutschereien und Zärtlichkeiten zeigt sich knapp ein Viertel in Ost und West genervt (West: 27 Prozent, Ost: 21 Prozent). Noch unangenehmer ist den Befragten in beiden Regionen jedoch, wenn Paare ihre Streitereien öffentlich austragen (West: 72 Prozent, Ost: 70 Prozent). Auch für Liebesbekundungen auf Social Media haben Ostdeutsche wenig Toleranz (37 Prozent, West: 27 Prozent). „Dutzi, dutzi, du“: Besonders Westdeutsche nervt es, wenn andere Paare in Babysprache miteinander sprechen (72 Prozent, Ost: 69 Prozent).

4. Ostdeutsche gehen eher fremd

Doch es herrscht nicht immer Einigkeit zwischen den alten und neuen Bundesländern: Während im Westen nur etwa ein Zehntel (11 Prozent) durchaus des Öfteren auf One-Night-Stands steht, sind es im Osten der Republik immerhin 14 Prozent der Befragten. Auch vor einem außerpartnerschaftlichen Abenteuer schrecken vergebene Ostdeutsche nicht zurück. 39 Prozent geben zu, schon einmal fremdgegangen zu sein. Im Westen war hingegen nur jeder Dritte (33 Prozent) bereits untreu. Da ist es wenig verwunderlich, dass 59 Prozent der Ostler aber nur 49 Prozent der Westdeutschen schon einmal Fremdgeh-Opfer waren.

5. Achtung Klischee: So denkt der Westen über den Osten

Klischees über Ost und West gibt es zu Genüge. Sich selber beschreiben Ostdeutsche insbesondere als fleißig (68 Prozent). Das würde nur ein Drittel der Westdeutschen unterschreiben (33 Prozent). Für sie sind die Bewohner der neuen Bundesländer eher feierfreudig (57 Prozent). Eine Eigenschaft, die sich der Osten auch selber zuschreibt (64 Prozent). Auch attraktiv (Ost: 52 Prozent, West: 29 Prozent), romantisch (Ost: 51 Prozent, West: 30 Prozent) und humorvoll (Ost: 62 Prozent, West: 38 Prozent) sind Attribute, die eher die Ost- als Westdeutschen mit den Bewohnern der neuen Bundesländer verbinden.

6. Auch bei der Meinung über Wessis halten sich Vorurteile

Doch auch der Westen ist vor Klischees nicht gefeit. Während sich die Bewohner der alten Bundesländer insbesondere als fleißig (62 Prozent, Ost: 35 Prozent) beschreiben, gelten sie im Osten vor allem als konservativ (64 Prozent, West: 41 Prozent) und arrogant (64 Prozent, West: 40 Prozent). Insbesondere beim Flirten könnten den Wessis die von den Ostdeutschen antizipierte Humorlosigkeit (Ost: 47 Prozent, West: 23 Prozent) und Reserviertheit (Ost: 55 Prozent, West: 37 Prozent) zum Verhängnis werden. Die Westdeutschen haben dagegen ein anderes Bild von sich selbst: 54 Prozent finden sich selbst humorvoll.

Quelle: Parship

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