Technik & Verkehr

Jeder Dritte Fahrer fädelt sich bei Stau falsch ein

Laut einer aktuellen AutoScout24-Umfrage wissen viele nicht, wie sie sich bei Fahrbahnverengungen verhalten sollen

Staus auf der Autobahn sind Alltag. Sei es ein Unfall oder eine Baustelle – oft kommt es hierbei zur Sperrung einer Spur, sodass der Verkehr auf eine Fahrbahn umgelenkt werden muss. Hierbei gilt laut Straßenverkerkehrsordnung das Reißverschlussverfahren. Es soll den Verkehrsfluss aufrechterhalten. So einfach das Prinzip ist, so schwer tun sich viele Fahrer mit der Anwendung – das zeigt eine aktuelle Umfrage von AutoScout24.

Ein Drittel der Verkehrsteilnehmer fädelt sich etwa zu früh ein. Jeder fünfzigste Fahrer ist besonders rabiat: Er fädelt sich sofort auf die freie Spur ein, lässt aber diejenigen, die erst ganz am Ende auf die freie Spur fahren wollen, nicht mehr einfädeln. Das sind Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von AutoScout24. Der europaweit größte Online-Automarkt hat dazu gemeinsam mit Innofact 1.000 Autohalter nach ihrem Verhalten befragt*.

Die Straßenverkehrsordnung regelt eindeutig, was im Fall einer Fahrbahnverengung zu tun ist: Wird eine Spur gesperrt, sollen die Fahrzeuge diese bis zum Ende befahren und sich erst dann einordnen. Die Fahrer auf der durchführenden Spur sind verpflichtet, jeweils ein Auto im Reißverschlussverfahren einfädeln zu lassen. Auf diese Weise soll der Verkehrsfluss aufrechterhalten werden. Zwei Drittel (67 Prozent) der deutschen Autofahrer wenden diese Regeln richtig an, ein Drittel hat Defizite. So wechseln 31 Prozent sofort auf die durchführende Spur, lassen aber immerhin Fahrer, die sich erst später einfädeln, auf die freie Fahrbahn wechseln. Zwei Prozent der Fahrer wechseln ebenfalls sofort auf die freie Seite, sind aber offenbar frustriert über andere, die sich nicht hintenanstellen wollen: Sie unterbinden das Reißverschlussverfahren und lassen andere nicht mehr auf ihrer Spur einfädeln.

Frauen fädeln früher ein

Männer verhalten sich etwas regelkonformer als Frauen: 72 Prozent der männlichen Autofahrer fahren die gesperrte Spur bis zum Ende durch und fädeln sich erst dann ein. Doch nur 62 Prozent der Frauen gehen so vor. Bei denjenigen, die sich sofort einfädeln, liegen Frauen mit 36 Prozent vorn, nur 25 Prozent der Männer wählen diese Fahrweise. Ein besonderes Verkehrsrisiko sind Fahrer, die den Spurwechsel zu früh vornehmen und andere Verkehrsteilnehmer dann nicht mehr reinlassen. Hier liegen die Geschlechter gleichauf: Zwei Prozent der Männer und Frauen unterbinden den Reißverschluss und somit auch den allgemeinen Verkehrsfluss. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass Staus länger werden und sich das Unfallrisiko erhöht.

* Quelle: www.autoscout24.de / Innofact; Basis: repräsentative Stichprobe von 1.006 Autohaltern zwischen 18 und 65 Jahren; Befragungszeitraum: 12. bis 17. September 2019.

Quelle: AutoScout24

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