Ein Morgen. Ein Mann.

Noch nicht Frühling

Das Licht ist anders heute. Nicht heller. Nur klarer.

Ich stehe am Fenster, die Tasse in der Hand. Draußen liegt etwas in der Luft, das sich nicht benennen lässt. Kein Duft, kein Versprechen. Eher ein Hinweis. So, als würde der Tag sagen: Da kommt was. Aber noch nicht jetzt.

Die Jacke hängt noch über dem Stuhl. Ich brauche sie noch. Vielleicht weniger als letzte Woche, aber immer noch genug. Der Winter ist nicht weg. Er hält sich zurück. Wartet ab.

Genau wie ich.

Der erste Schluck Kaffee ist warm. Die Luft am Fenster kühl. Dieses Dazwischen hat etwas Ehrliches. Kein Überschwang, kein Neuanfang, der sich zu groß anfühlt. Nur ein leiser Wechsel, der keinen Applaus braucht.

Ich denke nicht an Pläne. Nicht an Frühling, nicht an Sommer.

Nur daran, dass sich Dinge verändern dürfen, ohne dass man sie sofort versteht.

Ich bleibe noch einen Moment stehen. Atme ein.

Es reicht.

Ein Morgen. Ein Mann. Ein maennerformat original.