Morgenblick

Morgenblick

Schönen Guten Morgen!
Heute fehlt uns eine Stunde – aber der Frühling gewinnt.
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Sonntag, der 29. März 2026.

Heute ist wieder so ein Sonntag, der ein kleines bisschen besonders ist.

Denn in der Nacht wurden die Uhren umgestellt. Um 2 Uhr sprang die Zeit direkt auf 3 Uhr weiter. Eine Stunde weniger also. Einfach weg. Verschwunden. Und ganz ehrlich: Ich finde ja, man darf darüber kurz ein bisschen beleidigt sein.

Vor allem an einem Sonntag.

Ausgerechnet da, wo man morgens gern noch ein bisschen im Bett liegt, sich langsam sortiert, vielleicht erst mal nur Kaffee und Ruhe möchte. Und dann kommt die Sommerzeit und sagt: Schön, dass Du da bist — aber wir nehmen uns jetzt mal eine Stunde mit.

Kann man charmant finden. Muss man aber nicht sofort.

Und trotzdem hat diese Umstellung ja auch etwas Gutes.

Denn mit der Sommerzeit kommen die helleren Abende. Es wird abends länger licht, draußen bleibt das Leben etwas länger wach, und man merkt endgültig: Der Frühling steht jetzt nicht mehr nur vor der Tür. Er ist schon längst dabei, sich breitzumachen.

Ich mag diesen Gedanken.

Auch wenn ich der verlorenen Stunde nicht hinterhertrauere wie einer großen Liebe — ein bisschen schade ist es ja trotzdem — hat die Sommerzeit für mich immer auch etwas von Aufbruch. Von mehr draußen. Von längerem Licht. Von Abenden, die nicht schon das Gefühl haben, sie müssten um halb sechs Feierabend machen.

Vielleicht ist genau das heute die schöne Seite daran: Ja, uns fehlt eine Stunde. Aber wir bekommen auch etwas zurück.

Mehr Helligkeit am Abend. Mehr Frühlingsgefühl. Mehr von diesem leisen Versprechen, dass die nächsten Wochen freundlicher, offener und ein kleines bisschen leichter werden dürfen.

Und ganz ehrlich: Das steht uns doch gut.

Vielleicht gehst Du heute einfach ein bisschen gnädig mit Dir um, falls Du noch müder bist als sonst. Das wäre nur fair. Die Uhr hat schließlich auch ihren Teil dazu beigetragen.

Und dann nimmst Du Dir einfach das mit, was an diesem Sonntag schön ist: Ruhe, Licht, vielleicht einen guten Kaffee, vielleicht einen Spaziergang — und den Gedanken, dass sich manches im Leben zwar erst mal unbequem anfühlt, am Ende aber trotzdem etwas Gutes mitbringt.

Tipp des Tages:
Wenn Du heute etwas müde bist, tu nicht so, als wäre nichts gewesen. Die fehlende Stunde darf man ruhig merken.

Komm gut in diesen Sonntag.
Man liest sich.
Jürgen

P.S.:
Und falls Du heute Abend denkst, es sei erstaunlich lang hell: Genau dafür hat sich der kleine Zeitraub dann vielleicht doch gelohnt.

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

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Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.