Fahrrad

Mehr Sicherheit für Fahrradverkehr

Nahezu jeder deutsche Haushalt besitzt mindestens ein Fahrrad. Dabei bauen Pedelecs ihren Anteil am Gesamtbestand kontinuierlich aus. Mit ein Grund für steigende Unfallzahlen bei Senioren. Insgesamt bleibt die Zahl der Fahrradunfälle konstant hoch. Die Experten der Unfallforschung der Versicherer (UDV) haben mehrere Vorschläge entwickelt, die den Radverkehr sicherer machen könnten.

So sind besonders Einfahrten von Firmengeländen, Tankstellen, Supermarkt-Parkplätzen und Parkhäusern, aber auch Straßeneinmündungen für Fahrradfahrer gefährlich. Fast jeder fünfte Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Pkw und fast jeder siebte Unfall mit schwerverletzten oder getöteten Radfahrern passiert an einer solchen Grundstückszufahrt, so der UDV. Hier könnte eine bessere Ausstattung von Zufahrten, beispielsweise mit Spiegeln, aber sogar die Installation von Ampeln Abhilfe schaffen.

Gerade in Großstädten kommt es immer wieder zu Kollisionen und schweren Verletzungen von Radfahrern, wenn Autofahrer ihre Tür unachtsam öffnen. Verhindert werden könnten diese sogenannten „Dooring“-Unfälle durch einen einfachen Schulterblick, den viele Autofahrer allerdings vor dem Öffnen ihrer Tür vergessen. Der UDV empfiehlt, die bereits in vielen neuen Fahrzeugen verbauten Totwinkelwarner so zu modifizieren, dass sie auch bei nahenden Radlern warnen.

Immer mehr Unfälle passieren mit Pedelecs. Hier seien die Fachhändler gefordert, die Kunden in den Gebrauch einzuweisen. Zudem sollte die Leistung der Tretunterstützung an die Muskelkraft der Benutzer anpassbar sein. Damit könnten beispielsweise Senioren nach wie vor die Vorteile des elektrischen Antriebs nutzen, ohne durch zu hohe Geschwindigkeiten einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt zu sein. Ebenfalls sinnvoll sei es, für Pedelecs maximale Maße und ein maximales Gewicht festzulegen.

Neben einer privaten Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Nutzer, sollten insbesondere teure Fahrräder abgesichert werden. Die Gegenstandsversicherung von SIGNAL IDUNA ist modular aufgebaut. Sie reicht vom einfachen Diebstahlschutz für Fahrrad und Akku bis hin zum Schutz vor Beschädigung oder auch Verschleiß von Akku, Reifen, Bremsen und weiteren Teilen. Die Versicherungssumme beträgt bis zu 25.000 Euro. Die Gegenstandsversicherung leistet zum Neuwert: Es gibt also weder einen Abzug für das Fahrradalter noch eine Selbstbeteiligung. Je nach Modul ist auch auch ein Schutzbrief enthalten, der nach Panne oder Unfall einspringt.

Ein abschließender Tipp von SIGNAL IDUNA: Insbesondere für diejenigen, die zum ersten Mal auf ein Pedelec umsteigen, sind spezielle Fahrsicherheitstrainings ratsam. Diese werden durch verschiedene Anbieter vielerorts veranstaltet.

Quelle: SIGNAL IDUNA

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