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Wenn der Hund reisekrank wird – Tipps für eine entspannte Fahrt

Für viele Hunde sind Autofahrten die reinste Qual. Quelle: Pixabay

Reisekrankheit ist auch bei Hunden weit verbreitet und kann die Fahrt in den Urlaub zur reinsten Tortur für alle Mitfahrer machen. Neben körperlichen Ursachen spielen häufig Ängste eine große Rolle. Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin beim unabhängigen Vergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de, weiß, wie sich die Ängste abbauen und die Symptome lindern lassen.

Reisekrankheit kann sich beim Hund auf unterschiedliche Art und Weise äußern. „Wenn der Hund vermehrt hechelt, zittert und speichelt, seine Augenlider unkontrolliert flackern oder er erbricht, sind das eindeutige Anzeichen“, so Haufe. Einige Hunde geraten auch in Panik, bellen und jaulen oder fliehen und verstecken sich.

Die Ursache für Reisekrankheit – medizinisch Kinetose genannt – ist bei Mensch und Tier gleich. Sie entsteht, wenn die Bewegung vom Fahrzeug ausgeht und nicht vom Lebewesen selbst. „Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet Bewegungen, das Auge nimmt diese aber nicht wahr und sieht alles ruhig“, erklärt Marlene Haufe. Bei Hunden sind zusätzlich Ängste häufiger Auslöser. „Die erste Autofahrt eines Welpen reißt ihn meist von seiner Mutter und der vertrauten Umgebung fort. Diese traumatischen Erfahrungen verbinden einige Hunde ein Leben lang mit dem Autofahren“, weiß Haufe, „vor allem, wenn sie nicht von klein auf ans Auto gewöhnt werden und die negativen Erfahrungen nach und nach durch positive ersetzen können.“

Hunde möglichst schon im Welpenalter ans Auto gewöhnen

Im Idealfall unternimmt bereits der Züchter die ersten Fahrten, lässt den Nachwuchs bei laufendem Motor durchs Auto toben und macht eine kleine Tour mit der Hündin und ihren Welpen. Kennt der junge Hund das Autofahren noch nicht, dann gilt es bei der Fahrt ins neue Zuhause äußerst behutsam vorzugehen: Langsam fahren, kein lautes Türenschlagen, kein ruckhaftes Beschleunigen, immer wieder kleine Pausen machen, dem Hund gut zureden und für Abwechslung sorgen.

Fahrtraining lindert Symptome

Liegt bereits eine Reisekrankheit vor, dann rät die Expertin zu einem gezielten Fahrtraining: „Erhöhen Sie die Fahrzeiten sehr langsam und belohnen Sie Ihren Hund nach jeder Fahrt, zum Beispiel mit einem ausgedehnten Spaziergang, einer Spiel- oder Schmusestunde.“ So kann der Hund umkonditioniert werden und lernt, dass Autofahren etwas Positives ist. Wenn der Vierbeiner schon eine sehr große Abneigung hat, dann können Hundehalter ihn anfangs bereits belohnen, wenn er sich nur in die Nähe des Autos wagt. Im nächsten Schritt erhält er sein Leckerli, wenn er im Autoinnenraum ist. Nach und nach können die Aufenthaltsdauer sowie die Fahrten verlängert werden. „Irgendwann ist es dann nicht mehr nötig, den Hund mit einem Leckerli zu belohnen und er wird ein begeisterter Mitfahrer“, weiß Haufe auch aus eigener Erfahrung. Durch das langsame Heranführen gewöhnt sich der Hund auch an das passive Bewegtwerden, was sich ebenfalls positiv auswirkt.

Allgemeine Tipps für das Fahren mit Hund

Bei manchen Hunden kann es schon ausreichen, wenn sie aus dem Fenster schauen können. Haufe empfiehlt, unterschiedliche Plätze im Auto zu testen. Selbstverständlich muss das Tier sicher untergebracht sein, z.B. in einer Transportbox, hinter einem Absperrnetz im Kofferraum oder auf der Rückbank. Außerdem sollten folgende Tipps beachtet werden:

– Stets für frische Luft sorgen und Hitzestau vermeiden
– Häufige Pausen machen
– Vorsichtige, stressfreie Fahrweise
– Viel zu trinken geben
– Möglichst nur leichte Kost vor der Fahrt verabreichen

Hilfe vom Tierarzt und Apotheker

Sollte der Hund trotz aller Tipps und Training weiterhin leiden, gibt es auch unterschiedliche Medikamente und homöopathische sowie pflanzliche Mittel. „Geben Sie ihrem Hund jedoch auf keinen Fall Präparate, die für den Menschen gedacht sind, sondern lassen Sie sich von einem Tierarzt oder Apotheker beraten“, betont Haufe. Viele Informationen bietet zudem das unabhängige Vergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de. Hier finden Hundehalter neben vielen unterschiedliche Präparaten für den Hund auch auf Tiergesundheit spezialisierte Apotheken online und vor Ort.

Quelle: apomio.de

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