Technik & Verkehr

Radfahren im Sommer: Unfallrisiko Reifenplatzer

(c) Bild: Infocenter der R+V Versicherung

Der Fahrradmarkt boomt: Im Corona-Sommer 2020 steigen mehr Radler denn je täglich auf ihr Zweirad. Doch hochsommerliches Wetter kann die Reifen schädigen – und sie sogar platzen lassen. Dann sind schwere Unfälle möglich, warnt das R+V-Infocenter.

Fahrradreifen regelmäßig prüfen

Gerade in Innenstädten stehen die Fahrräder oft den ganzen Tag draußen in der prallen Sonne. „UV-Strahlung und Hitze können das Material angreifen und die Reifen porös machen“, sagt Thomas Paufler, Unfallexperte bei der R+V Versicherung. „Im schlimmsten Fall platzt der Schlauch dann während der Fahrt auf vollen Straßen. Das kann extrem gefährlich sein, etwa wenn der Radler in den Gegenverkehr gerät.“ Er empfiehlt deshalb, die Reifen regelmäßig zu überprüfen und alte oder rissige Mäntel und Schläuche auszutauschen.
Neben der UV-Strahlung ist auch der Reifendruck wichtig für die Fahrsicherheit. „Wenn der Druck dauerhaft zu niedrig ist, kann das ebenfalls die Seitenwände der Reifen schädigen“, so R+V-Experte Paufler. Das gilt besonders, wenn die Reifen ein hohes Gewicht von Fahrer und Gepäck transportieren müssen. Aber auch zu hoher Reifendruck kann die Ursache für einen geplatzten Schlauch sein. „Umso wichtiger ist es, den richtigen Druck zu wählen und an die Situation anzupassen.“

Weitere Tipps des R+V-Infocenters

  • Der richtige Reifendruck hängt vom Gewicht und dem Reifentyp ab. Auch der befahrene Untergrund spielt eine Rolle. An der Seite des Fahrradreifens steht, in welchem Bereich sich der Reifendruck bewegen sollte.
  • Wird das Rad nicht benutzt, steht es am besten in geschlossenen, trockenen und nicht zu warmen Räumen.
  • Wer ein gebrauchtes Fahrrad kauft, sollte sich die Reifen unbedingt genau anschauen und sie im Zweifelsfall lieber austauschen.

Quelle: Infocenter der R+V Versicherung

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