Singleleben

Corona und die Liebe (Teil 1): So geht es Singles nach einem Jahr Krise

Parship Studie zeigt: Nach mehr als 365 Tagen Pandemie leiden fast zwei Drittel aller Singles unter einem Mangel an sozialen Kontakten. Der Wunsch nach einem:r Partner:in stieg über alle Altersklassen hinweg. Die Dating-Situation gestaltet sich nach wie vor schwierig.

7-Tage-Inzidenzen, R-Werte und Fallzahlen: Was vor mehr als einem Jahr nur in Krisen-Schubladen von Gesundheitsämtern zu finden war, macht heute dem Wetter als Smalltalk-Thema Nummer eins Konkurrenz. Das Leben aller hat sich seitdem nachhaltig verändert. Eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship (www.parship.de) unter rund 1.000 Bundesbürger:innen fragte unter anderem bei Singles nach, wie es ihnen nach einem Jahr Abstand und Alltag mit Maske geht. Einsamkeit war ein bestimmendes Gefühl während dieser Zeit. Knapp die Hälfte aller Singles hat darunter gelitten (47 Prozent). Der zweite Lockdown hat das Gefühl der Einsamkeit verstärkt, wie der Vergleich mit Zahlen aus Mitte 2020 zeigt: So gaben im Juni 2020 nur 38 Prozent der Singles an, sich einsam zu fühlen. Es wundert daher nicht, dass der Mangel an sozialen Kontakten sogar knapp zwei Dritteln aller Singles zu schaffen machte (63 Prozent). Mehr als jeder zweite Single hat sich allerdings auch mehr Zeit für sich genommen (51 Prozent).

Dating in der Pandemie: zwischen Wunsch und Realität

Während in der Pandemie der Wunsch nach einem:r Partner:in für rund 41 Prozent der Singles gestiegen ist, hatte knapp die Hälfte der Singles seit Beginn der Pandemie weniger Dates als sonst (43 Prozent). Um dem entgegenzuwirken, versuchten Männer vermehrt, ihr Liebesglück online zu finden (25 Prozent; Frauen: 17 Prozent). Wenn es zur Verabredung kommt, nutzen jüngere Singles zwischen 18 und 29 Jahren gerne virtuelle Dates (17 Prozent; 50-65 Jahre: 7 Prozent). Golden Agern ist es hingegen besonders wichtig, beim Dating Vorsicht walten zu lassen und die Abstandsregeln einzuhalten (50-65 Jahre: 49 Prozent; 18-29 Jahre: 33 Prozent).

Körperkontakt gesucht

Körperlicher Kontakt kommt im Lockdown für Singles oft zu kurz. Gerade Single-Ladies fehlt es, Zärtlichkeiten auszutauschen (50 Prozent; Männer: 44 Prozent). Insgesamt hatten 39 Prozent der Alleinstehenden im Corona-Jahr weniger Sex als sonst. Singles in den 30ern haben es jedoch trotz Pandemie krachen lassen: Ein Viertel hatte in dieser Zeit eine oder sogar mehrere unverbindliche Affären (26 Prozent; Gesamt: 14 Prozent). Viele Männer macht die Situation schwermütig. Aufgrund fehlender Kontakte und Einsamkeit schwelgen sie in Erinnerungen an ehemalige Beziehungen. So haben sich 29 Prozent der alleinstehenden Männer im letzten Jahr häufiger eine ehemalige Beziehung zurückgewünscht (Frauen: 22 Prozent).
Paartherapeut und Single-Coach Eric Hegmann sagt: „In der Corona-Pandemie zeigt sich, dass es ein Segen ist, dass dort, wo wir uns heute permanent aufhalten, nämlich im virtuellen Raum, wir auch neue Kontakte knüpfen und bestehende vertiefen können. Viele Singles sagen, ohne Video-Dates hätten sie sich im Lockdown noch einsamer gefühlt.“

Über die Parship-Reihe „Corona und die Liebe“

In einer dreiteiligen Reihe widmet sich Parship der Frage, wie sich das erste Corona-Jahr auf Singles, Paare und die Gesellschaft insgesamt ausgewirkt hat.

Quelle: Parship

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