Liebe & Partnerschaft

Trennung mit Hindernissen: Kinder sind die größte Herausforderung beim Liebesaus

Parship-Umfrage zeigt: Bei einer Trennung stellt sich vor allem die Frage, wie die Kinder künftig betreut werden. Auch ein gemeinsames Zuhause und die Regelung der Finanzen nehmen viel Raum ein. Wenig Konfliktpotenzial gibt es hingegen bei Haustieren.

Das Ende einer Beziehung ist nie eine angenehme Situation. Es gibt jedoch einige Faktoren, die das Beziehungsaus noch zusätzlich erschweren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship (http://www.parship.de) unter mehr als 2.800 Partnersuchenden. Vor allem gemeinsame Kinder stellen eine Herausforderung bei einer Trennung dar: 69 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich nach dem Beziehungsende vor allem die Frage stellen, für welches Sorgerechtsmodell sie sich entscheiden. Insbesondere die Befragten in den mittleren Lebensjahren sehen es als wichtigsten Punkt, mit dem oder der Ex über den weiteren Umgang mit dem Nachwuchs zu sprechen: 76 Prozent der 30- bis 39-Jährigen und 74 Prozent der 40- bis 49-Jährigen empfinden dies als größte Herausforderung bei einer Trennung.

Viel Redebedarf beim ehemaligen Liebesnest

Auch das gemeinsame Heim ist für mehr als jeden zweiten Befragten ein kritisches Thema nach dem Beziehungsaus. 56 Prozent empfinden es als Knackpunkt, mit dem oder der Verflossenen zu entscheiden, wer aus dem gemeinsamen Zuhause ausziehen muss. Geld und Finanzfragen spielen vor allem mit zunehmendem Alter beim Liebesaus eine Rolle: Während 28 Prozent der 40- bis 49-Jährigen sich mit dem Thema nach dem Ende einer Beziehung intensiv auseinandersetzen, beschäftigt der Verbleib des gemeinsamen Kontos nur knapp jeden Vierten (24 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen. Für diese Altersgruppe ist hingegen die Frage, wie man zukünftig mit gemeinsamen Freunden umgehen soll, die größere Herausforderung (32 Prozent).

Haustiere und Urlaube selten Grund für Zwist

Für wenig Probleme sorgen hingegen gemeinsame Haustiere: Nur 17 Prozent der Befragten sagen, es sei eine Herausforderung, gemeinsam mit dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin eine Lösung für Katze, Hund oder Co. zu finden. Auch gemeinsam geplante Events oder Reisen verursachen wenig Reiberei: Gerade einmal sechs Prozent sehen es als kritisch an, mit dem oder der Verflossenen über den Umgang mit bereits geplanten Reisen oder Veranstaltungen zu sprechen, die erst nach der Trennung anstehen. Rund jeder elfte Befragte (neun Prozent) sieht zudem überhaupt keine Herausforderungen bei einem Beziehungsaus.

Parship-Coach und Paarberater Eric Hegmann erläutert: „Eine Trennung schmerzt, denn sie stellt einen starken, emotionalen Einschnitt im Leben dar. Wir verlieren einen Partner, der uns viel bedeutet hat. In dieser Situation ist es nicht leicht, sich mit organisatorischen Fragen auseinanderzusetzen. Wenn es keine bereits vereinbarten Regelungen gibt, versuchen Sie, sich Ihrer Bedürfnisse bewusst zu werden. Bleiben Sie möglichst klar in Ihren Aussagen und Zielen gegenüber dem Ex-Partner – auch wenn es schwerfällt. So können Sie die Chancen, die ein Beziehungsende auch bietet, ergreifen: Das eigene Leben rückt wieder in den Fokus und Sie können sich selbstbestimmt weiterentwickeln.“

Lese-Tipp: Beziehung beenden: Mit diesen Strategien gelingt es respektvoll https://www.parship.de/ratgeber/loslassen/beziehung-beenden/

Über die Studie

Für die vorliegende Umfrage hat Parship 2.839 Mitglieder ab 18 Jahren befragt. Die Online-Erhebung fand im September 2019 statt.

Quelle: Parship

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