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Kleine Gipfelstürmer – Tipps zum Wandern mit Kindern

Quelle: ERGO Group

Wandern ist in Deutschland sehr beliebt. Auch Familien erholen sich gerne vor schönem Bergpanorama. Und selbst mit den Kleinsten lassen sich bereits einfache Touren unternehmen. Worauf Eltern bei der Planung und Routenwahl achten sollten, weiß Birgit Dreyer, Expertin der ERGO Reiseversicherung.

In der Trage oder auf eigenen Füßen

Wandern ist mit Kindern jedes Alters möglich. Eltern müssen sich bei ihren Ausflügen in die Berge nur an den Fähigkeiten des Nachwuchses orientieren. Beim Wandern mit Babys oder Kleinkindern ist beispielsweise eine gute Tragehilfe essentiell. „Für Kinder, die bereits stabil sitzen können, gibt es spezielle Tragerucksäcke – sogenannte Kraxen“, so Birgit Dreyer. Sie bieten viel Stauraum für Essen, Getränke oder Windeln, das Kind genießt eine gute Aussicht und bei vielen Modellen ist bereits ein Sonnenschutz oder eine Regenhülle integriert. Ab etwa drei Jahren können die Kleinen ihre ersten Touren dann selbst bestreiten.

Tourenplanung

Bei der Wahl der Tour und der Planung der Strecke ist zu beachten, dass Gehzeiten in Büchern und auf Wegweisern für Erwachsene angegeben sind. Für Wanderungen mit Kindern gilt als Faustregel: Ungefähr 1,5-mal so viel Zeit einrechnen. Bei der Wahl von Schwierigkeitsgrad und Höhenmetern richten sich Eltern am besten nach dem Alter und der Kondition des Kindes. „Außerdem sollten sie ausreichend Pausen und Zeit zum freien Toben einplanen, sonst kann die Motivation der Kleinen schnell schwinden“, rät die Expertin der ERGO Reiseversicherung. Eltern können bereits vorab interessante und sichere Rastplätze aussuchen, die sich dafür eignen. Ein weiterer Tipp der Reiseexpertin: „Schon bei der Planung die Wünsche und Vorstellungen der Kinder miteinbeziehen.“

Ausrüstung und Gepäck

Auch für kleine Wanderer sind geeignete Schuhe das A und O. Darüber hinaus gilt bei Bewegung in der Natur für Kinder wie für Erwachsene: Am besten nach dem Zwiebelprinzip anziehen. „Häufig ist es morgens noch kalt. Wird es dann im Tagesverlauf wärmer, kann Schicht für Schicht ausgezogen werden“, erläutert Birgit Dreyer. Zusätzlich sollte Wechselkleidung für den Nachwuchs mit im Gepäck sein. Außerdem: Sonnencreme, Hut oder Kappe, Mütze, Erste-Hilfe-Set und Proviant. Wer möchte, kann seinem Kind auch einen eigenen Rucksack mit leichten Sachen packen. Das kann die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein steigern. Aufgrund von Corona ist es möglich, dass einige Hütten nicht geöffnet sind oder keine Plätze mehr freihaben. Eltern sollten sich vorab über die Lage informieren und gegebenenfalls eine große Brotzeit einpacken.

Oberste Priorität: Sicherheit

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und können Gefahrensituationen nicht erkennen oder richtig einschätzen. Eltern sollten daher doppelt wachsam sein: Den Nachwuchs am besten nicht zu weit vorauslaufen lassen – immer nur so, dass Mama oder Papa sie jederzeit im Blick haben. „An steileren Stellen oder bei Treppen kann es sinnvoll sein, nah hinter den Sprösslingen zu gehen, um so mögliche Stürze abzufangen oder Hilfestellungen zu geben“, rät Dreyer. Situationen, in denen Kinder Angst bekommen könnten, besser meiden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Kleinen die nächste Tour verweigern.

Quelle: ERGO Reiseversicherung AG

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